Leistungen

Domschachtsanierung

Der Domschacht ist oft das schwächste Glied einer Tankanlage - und bei einem erdgedeckten Behälter die einzige Stelle, die man überhaupt zu Gesicht bekommt. Wir setzen ihn instand, statt ihn zu ersetzen: freimessen, trockenlegen, funkenfrei strahlen, neu beschichten.

Was wir sanieren

Drei Arten von Domschächten

Die Arbeit ist im Kern dieselbe, der Aufwand nicht. Was die drei Fälle unterscheidet, steht weiter unten.

01

Haushaltsdomschacht

Der Schacht am erdgedeckten Flüssiggasbehälter im privaten Bereich. Meist der Fall, bei dem der Prüfbericht Korrosion an Behälterkopf oder Beschichtung beanstandet.

02

Großdomschacht

Der begehbare Schacht an größeren Flüssiggasbehältern in Gewerbe und Industrie - mehr Fläche, mehr Armaturen, mehr Rohrdurchführungen.

03

Domschacht an der LPG-Tankstelle

Der Schacht am unterirdischen Behälter der Autogas-Tankstelle. Wir arbeiten im laufenden Betrieb, damit Sie weiter verkaufen können.

Grundlagen

Was ein Domschacht ist - und warum er zählt

Ein erdgedeckter Flüssiggasbehälter liegt vollständig im Erdreich. Zugänglich bleibt eine einzige Stelle: der Domschacht. Unter seinem Deckel sitzt der Kopf des Behälters mit allem, was die Anlage steuert und sichert - Absperrung, Entnahme, Füllanschluss, Sicherheitsventil und die Anzeige des Füllstands.

Der Schacht ist keine Auffangwanne. Flüssiggas, das austritt, verdampft sofort und läuft nirgendwohin. Seine Aufgabe ist eine andere: Er hält Erdreich und Wasser von den Armaturen fern und macht sie zugänglich, wenn befüllt, geprüft oder gewartet wird.

Und er ist das einzige Fenster zur Anlage. Beim oberirdischen Behälter sieht man jede Roststelle sofort. Beim erdgedeckten sieht man nichts - außer dem, was im Domschacht liegt. Deshalb gilt er als das schwächste Glied der Anlage: Was dort passiert, entscheidet darüber, wie das Ganze bewertet wird.

Blick in einen Haushaltsdomschacht: der Behälterkopf mit Armaturen, Manometer und Typenschild - beim erdgedeckten Behälter die einzige zugängliche Stelle

Ausgangslage

Wasser bringt den Rost

In einen Domschacht gelangt Wasser auf mehreren Wegen: durch einen verzogenen oder gerissenen Deckel, an den Stellen, wo Leitungen den Schacht verlassen, durch Risse im Bauwerk, oder von unten, wenn der Grundwasserstand steigt. Dazu kommt Kondenswasser - der Schacht ist kühl, die Luft darin feucht. Es schlägt sich an der Innenseite des Deckels nieder und tropft von dort auf alles, was darunter liegt.

Läuft das nicht ab, steht es. Und dann beginnt Korrosion genau dort, wo sie am meisten stört: am Kopf des Behälters, an den Armaturen und an den Verschraubungen. Der Behälter selbst ist im Erdreich beschichtet und geschützt - der Domschachtbereich ist die Stelle, an der dieser Schutz endet und der Stahl angreifbar wird. Kommt Streusalz oder Chemie von der Oberfläche dazu, geht es schneller.

Das Tückische daran: Man sieht es nicht. Der Deckel ist zu, der Schacht liegt im Boden, und zwischen zwei Befüllungen schaut niemand hinein. Wenn der Rost auffällt, arbeitet er meist schon länger. Der häufigste Anlass für einen Anruf bei uns ist deshalb der Prüfbericht - wenn die Beschichtung am Behälter oder der Zustand des Schachts beanstandet wurde.

Korrodierte Stahloberfläche, wie sie bei stehendem Wasser im Domschacht entsteht

Verfahren

Warum im Domschacht mit Trockeneis gestrahlt wird

Ein Domschacht an einem Flüssiggasbehälter ist ein explosionsgefährdeter Bereich. Flüssiggas ist schwerer als Luft; tritt an einer Verschraubung etwas aus, sinkt es nach unten und sammelt sich genau in dieser Vertiefung. Was dort gearbeitet wird, darf keine Funken erzeugen.

Damit fällt das Sandstrahlen aus. Für die Untergrundvorbereitung im Schacht setzen wir stattdessen Trockeneisstrahlen ein - trockenes Kohlendioxid als Strahlmittel. Es ist elektrisch nicht leitend, nicht brennbar und geht direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über. Deshalb ist das Verfahren im Ex-Bereich einsetzbar, wo andere Strahlverfahren ausscheiden.

Praktisch sind es zwei Schritte. Zuerst wird gereinigt: Schmutz, Ablagerungen und lose Beschichtung fliegen herunter, ohne dass der Untergrund angegriffen wird.

Zwei Nebeneffekte, die im engen Schacht zählen: Es bleibt kein Strahlmittel liegen, das aufgesammelt werden müsste - das Kohlendioxid verflüchtigt sich. Und empfindliche Bauteile, Kabel und Anschlüsse überstehen die Behandlung, weil das Strahlmittel weich ist.

Großdomschacht nach dem Trockeneisstrahlen: Armaturen, Rohrleitungen und Domdeckel gereinigt

Ergebnis

Zwei Schächte nach der Instandsetzung

Blick in einen Haushaltsdomschacht: grün beschichteter Behälterkopf mit Armaturen, Manometer und Typenschild
Haushaltsdomschacht
Blick in einen Großdomschacht: schwarz beschichtete Schachtwände, gelb beschichtete Armaturen und Rohrleitungen
Großdomschacht

Im Einzelnen

Die drei Fälle, und was sie unterscheidet

Der Schacht am erdgedeckten Behälter hinterm Haus. Er ist der kleinste der drei Fälle, und der häufigste Anlass ist immer derselbe: Bei der wiederkehrenden Prüfung wird die Beschichtung des Behälters beanstandet. Die ist nach Jahren im Erdreich spröde geworden, hat sich an Kanten zurückgezogen oder blättert stellenweise ab.

Typische Stellen sind Kanten und Schweißnähte, der Bereich rund um das Typenschild und der Mannlochdeckel - überall dort, wo die Schicht von Haus aus dünner ausfällt oder mechanisch beansprucht wird.

Vorteile

Was für die Instandsetzung spricht

  • Deutlich günstiger als Austausch oder Erneuerung der Anlage
  • Keine Erdarbeiten, der Behälter bleibt in der Erde
  • Funkenfreies Verfahren, im Ex-Bereich einsetzbar
  • An der Tankstelle im laufenden Betrieb
  • Ursache wird beseitigt, nicht nur der Rost überstrichen
  • Eigenes Personal und eigene Technik, keine Subunternehmer
  • Schichtdickenprotokoll und Fotodokumentation zur Übergabe

Kurzinfo

Häufige Fragen

Der zuverlässigste Weg ist ein Blick in den Schacht: Steht dort Wasser? Sind an Behälterkopf, Armaturen oder Verschraubungen braune Stellen zu sehen? Platzt die Beschichtung ab, etwa an Kanten oder rund um das Typenschild? Sitzt der Deckel noch richtig? Häufig kommt der Anstoß aber von außen - wenn bei der Prüfung die Beschichtung oder der Zustand des Schachts bemängelt wird.

Wasser oder Rost im Domschacht?

Schicken Sie uns ein paar Bilder aus dem Schacht und, falls vorhanden, den Prüfbericht - wir sagen Ihnen, was zu tun ist und was es kostet.

Brauchen Sie Hilfe? Wir beraten Sie persönlich.