Haushaltsdomschacht
Der Schacht am erdgedeckten Flüssiggasbehälter im privaten Bereich. Meist der Fall, bei dem der Prüfbericht Korrosion an Behälterkopf oder Beschichtung beanstandet.

Leistungen
Der Domschacht ist oft das schwächste Glied einer Tankanlage - und bei einem erdgedeckten Behälter die einzige Stelle, die man überhaupt zu Gesicht bekommt. Wir setzen ihn instand, statt ihn zu ersetzen: freimessen, trockenlegen, funkenfrei strahlen, neu beschichten.
Was wir sanieren
Die Arbeit ist im Kern dieselbe, der Aufwand nicht. Was die drei Fälle unterscheidet, steht weiter unten.
Der Schacht am erdgedeckten Flüssiggasbehälter im privaten Bereich. Meist der Fall, bei dem der Prüfbericht Korrosion an Behälterkopf oder Beschichtung beanstandet.
Der begehbare Schacht an größeren Flüssiggasbehältern in Gewerbe und Industrie - mehr Fläche, mehr Armaturen, mehr Rohrdurchführungen.
Der Schacht am unterirdischen Behälter der Autogas-Tankstelle. Wir arbeiten im laufenden Betrieb, damit Sie weiter verkaufen können.
Grundlagen
Ein erdgedeckter Flüssiggasbehälter liegt vollständig im Erdreich. Zugänglich bleibt eine einzige Stelle: der Domschacht. Unter seinem Deckel sitzt der Kopf des Behälters mit allem, was die Anlage steuert und sichert - Absperrung, Entnahme, Füllanschluss, Sicherheitsventil und die Anzeige des Füllstands.
Der Schacht ist keine Auffangwanne. Flüssiggas, das austritt, verdampft sofort und läuft nirgendwohin. Seine Aufgabe ist eine andere: Er hält Erdreich und Wasser von den Armaturen fern und macht sie zugänglich, wenn befüllt, geprüft oder gewartet wird.
Und er ist das einzige Fenster zur Anlage. Beim oberirdischen Behälter sieht man jede Roststelle sofort. Beim erdgedeckten sieht man nichts - außer dem, was im Domschacht liegt. Deshalb gilt er als das schwächste Glied der Anlage: Was dort passiert, entscheidet darüber, wie das Ganze bewertet wird.

Ausgangslage
In einen Domschacht gelangt Wasser auf mehreren Wegen: durch einen verzogenen oder gerissenen Deckel, an den Stellen, wo Leitungen den Schacht verlassen, durch Risse im Bauwerk, oder von unten, wenn der Grundwasserstand steigt. Dazu kommt Kondenswasser - der Schacht ist kühl, die Luft darin feucht. Es schlägt sich an der Innenseite des Deckels nieder und tropft von dort auf alles, was darunter liegt.
Läuft das nicht ab, steht es. Und dann beginnt Korrosion genau dort, wo sie am meisten stört: am Kopf des Behälters, an den Armaturen und an den Verschraubungen. Der Behälter selbst ist im Erdreich beschichtet und geschützt - der Domschachtbereich ist die Stelle, an der dieser Schutz endet und der Stahl angreifbar wird. Kommt Streusalz oder Chemie von der Oberfläche dazu, geht es schneller.
Das Tückische daran: Man sieht es nicht. Der Deckel ist zu, der Schacht liegt im Boden, und zwischen zwei Befüllungen schaut niemand hinein. Wenn der Rost auffällt, arbeitet er meist schon länger. Der häufigste Anlass für einen Anruf bei uns ist deshalb der Prüfbericht - wenn die Beschichtung am Behälter oder der Zustand des Schachts beanstandet wurde.

Verfahren
Ein Domschacht an einem Flüssiggasbehälter ist ein explosionsgefährdeter Bereich. Flüssiggas ist schwerer als Luft; tritt an einer Verschraubung etwas aus, sinkt es nach unten und sammelt sich genau in dieser Vertiefung. Was dort gearbeitet wird, darf keine Funken erzeugen.
Damit fällt das Sandstrahlen aus. Für die Untergrundvorbereitung im Schacht setzen wir stattdessen Trockeneisstrahlen ein - trockenes Kohlendioxid als Strahlmittel. Es ist elektrisch nicht leitend, nicht brennbar und geht direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über. Deshalb ist das Verfahren im Ex-Bereich einsetzbar, wo andere Strahlverfahren ausscheiden.
Praktisch sind es zwei Schritte. Zuerst wird gereinigt: Schmutz, Ablagerungen und lose Beschichtung fliegen herunter, ohne dass der Untergrund angegriffen wird.
Zwei Nebeneffekte, die im engen Schacht zählen: Es bleibt kein Strahlmittel liegen, das aufgesammelt werden müsste - das Kohlendioxid verflüchtigt sich. Und empfindliche Bauteile, Kabel und Anschlüsse überstehen die Behandlung, weil das Strahlmittel weich ist.

Ergebnis

Im Einzelnen
Der Schacht am erdgedeckten Behälter hinterm Haus. Er ist der kleinste der drei Fälle, und der häufigste Anlass ist immer derselbe: Bei der wiederkehrenden Prüfung wird die Beschichtung des Behälters beanstandet. Die ist nach Jahren im Erdreich spröde geworden, hat sich an Kanten zurückgezogen oder blättert stellenweise ab.
Typische Stellen sind Kanten und Schweißnähte, der Bereich rund um das Typenschild und der Mannlochdeckel - überall dort, wo die Schicht von Haus aus dünner ausfällt oder mechanisch beansprucht wird.
An größeren Behältern in Gewerbe und Industrie ist der Schacht begehbar. Damit ändert sich weniger die Art der Arbeit als ihr Umfang: mehr Wandfläche, mehr Armaturen, mehr Stellen, an denen Leitungen den Schacht verlassen.
Bei Autogas-Tankstellen liegt der Behälter unter dem Hof. Das Schadensbild ist dort meist deutlicher als im privaten Bereich: Nicht nur der Behälterkopf, auch die Schachtwände zeigen flächig Korrosionsspuren. Streusalz im Winter, Ablaufwasser vom Hof und ständiger Betrieb beschleunigen das.
Ein Unterschied ist für die Ausführung wichtig: Anders als bei Anlagen für wassergefährdende Stoffe muss ein Schacht an einem Flüssiggasbehälter nicht flüssigkeitsdicht sein. Es geht nicht darum, etwas zurückzuhalten, sondern darum, den Stahl vor Feuchtigkeit zu schützen. Deshalb steht hier der Korrosionsschutz im Mittelpunkt - alle Flächen mit Trockeneis strahlen, sorgfältig abkleben, was keine Beschichtung bekommt, und dann einen beständigen Aufbau aufbringen.
Vorteile
Kurzinfo
Der zuverlässigste Weg ist ein Blick in den Schacht: Steht dort Wasser? Sind an Behälterkopf, Armaturen oder Verschraubungen braune Stellen zu sehen? Platzt die Beschichtung ab, etwa an Kanten oder rund um das Typenschild? Sitzt der Deckel noch richtig? Häufig kommt der Anstoß aber von außen - wenn bei der Prüfung die Beschichtung oder der Zustand des Schachts bemängelt wird.
In der Regel ja. Wir sperren nur den Arbeitsbereich ab und richten den Ablauf danach aus, dass der Betrieb weiterläuft. Was genau möglich ist, hängt vom Standort ab - das sehen wir uns vorher an.
Weil der Domschacht ein explosionsgefährdeter Bereich ist. Flüssiggas ist schwerer als Luft und sammelt sich in der Vertiefung, deshalb darf dort nichts funken. Trockeneis ist elektrisch nicht leitend und nicht brennbar und damit im Ex-Bereich einsetzbar.
Das hängt von Bauart, Größe und Schadensbild ab - ein Haushaltsschacht mit oberflächlichem Rost ist etwas anderes als ein Großdomschacht, an dem auch Rohrleitungen mitzuschützen sind. Schicken Sie uns ein paar Bilder aus dem Schacht und, falls vorhanden, den Prüfbericht. Danach bekommen Sie ein Angebot mit festem Preis, nicht eine Schätzung.
Weil er darunter weiterarbeitet. Eine Beschichtung auf loser Rostschicht haftet nicht, sie platzt nach der nächsten Frostperiode ab, und die Feuchtigkeit ist dann eingeschlossen statt ausgesperrt. Genauso wichtig: Wird nur beschichtet, ohne den Wassereintritt zu schließen, steht nach dem nächsten Regen wieder Wasser im Schacht - und man fängt von vorn an. Wir sind kein Malerbetrieb; unsere Arbeit ist die Instandsetzung, und dazu gehört die Ursache.
Das ist sogar der Regelfall. Wenn ohnehin ein Team vor Ort ist, sollte man alles in einem Zug erledigen. Bei einem oberirdischen Behälter ist das die Sanierung des Behälters nach der äußeren Prüfung, an der Tankstelle die LPG-Anlage insgesamt, bei größeren Anlagen kommen Rohrleitungen und Stahlbauteile dazu.
Schicken Sie uns ein paar Bilder aus dem Schacht und, falls vorhanden, den Prüfbericht - wir sagen Ihnen, was zu tun ist und was es kostet.

Wir arbeiten nach den internationalen Normen ISO 12944 und NORSOK M-501.